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Wettbewerb Turn- und Festhalle
Fellbach-Schmiden

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Apfelwerk GmbH & Co. KG
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Die Entwurfsidee entstand aus der intensiven Auseinandersetzung mit dem vorgegebenen Grundstück und der Wettbewerbsaufgabe. In erster linie erschien Grundstück zu klein für die gewünschte Nutzfläche, deshalb wurden die beiden vorzusehenden Hallen übereinandergestapelt.

Aus dem Erläuterungsbericht:

1. lage
mit der stellung des neuen gebäudes wird der stadteingang an der remstalstrasse bewusst betont. das gegenüber der hohen wohnhäuser nördlich der remstalstrasse und der neuen stadthalle südlich davon schafft eine markante torsituation.der kompakte baukörper in nord-süd-achse ermöglicht einen sparsamen umgang mit dem baugrundstück. die distanz zum westlichen nachbargrundstück erhält ein hohes maß an weiteren entwicklungsmöglichkeiten des schulzentrums auf der einzig verbleibenden erweiterungsfläche. es entstehen platzartige situationen auf unterschiedlichen ebenen:
-ein hofartiger festplatz mit räumlicher anbindung zum schulzentrum als innerer, ruhiger bereich für feste und veranstaltungen im freien.
-ein baumbestandener, parkartiger vorplatz an den zur landschaft und zur straße zugewandten seiten. es bildet sich ein äußerer, offener eingangsbereich auf straßenniveau.

2. topografie
die gegebene situation des geländes wird durch die stellung des gebäudes vorteilhaft ausgenutzt. der interne höhenversatz zwischen foyer der festhalle und sporthalle entspricht dem vorhandenen geländeverlauf. die tieferliegende sporthalle vermittelt zwischen dem geländeunterschied der hofäckerstrasse und dem bestehenden gelände westlich des gebäudes. rampe und freitreppe westlich des gebäudes verbinden den parkartigen vorplatz auf dem niveau der remstalstrasse mit dem ruhigen festplatz.

3. gebäude
die standort der neuen stadthalle wird nicht der eigentlichen bedeutung eines öffentlichen gebäudes diesen ranges gerecht - am ortsrand und zudem in einer senke unterhalb des straßenniveaus. deshalb wurde das gebäude mit seinem festsaal bewußt angehoben, wobei das foyer mit dem vorplatz auf höhe der remstalstrasse verbleibt. das foyer wird teil des platzes, der platz erstreckt sich in das foyer hinein.
die sporthalle wird sowohl von oben (vereine) als auch von unten (schule) erschlossen und eignet sich damit gleichermassen für interne und externe nutzung.
die festhalle wird als langgestreckter gebäudeteil mit begleitender galerie im obergeschoss angeordnet, wobei die transparente trennwand zwischen festsaal und galerie verdunkelt werden kann. mit dem emporheben der festhalle kann über die große glasfront ein dialog mit dem ort stattfinden - die sichtbeziehung zum kirchturm, zum ortskern schmiden und darüber hinaus zum fernsehturm stuttgart wird ermöglicht. somit wird das gebäude aus seiner isolation am stadtrand herausgenommen und es entsteht trotz seiner randlage eine beziehung zur stadt. der kompakte baukörper wird im 2. bauabschnitt mit der größeren sporthalle schubladenartig erweitert.

4. material und konstruktion
sporthalle:
die wände bestehen aus einer stahl-glas-konstruktion mit horizontalen lamellen als lichtfilter und sonnenschutz. die aufgesetzten oberlichter ergänzen den seitlichen lichteinfall. an der der nahtstelle zum festsaalbereich sind lichthöfe angeordnet, die das licht einfangen und in das innere der sporthalle führen.
foyer:
ein transparenter raum unter dem gebäudekörper der festhalle mit fließendem übergang zwischen innen und außen. die festhalle wird im foyerbereich von stahlbetonstützen getragen.
festsaal:
der festsaal ist eine längsgerichtete rahmenkonstruktion zwischen den beiden tragenden wandscheiben der nord- und südfassade.
Apfelwerk GmbH & Co. KG
Apple Systemberatung Stuttgart
Thomas Kemmer
Bahnhofstraße 82
70806 Kornwestheim
tel. 0711 981 495 45

in Zusammenarbeit mit Martin Bühler, Remshalden
und Hans Fritzenschaft, Esslingen

Wettbewerb Oktober 1998
2. Rundgang

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